Veranstaltung 2026

Der 22. Marathon kehrt mit Start und Ziel wieder nach Bretten zurück. Auf der in diesem Jahr auf 300km verkürzte Strecke radelt das Peloton für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen über Zuzenhausen, Mannheim, Kaiserslautern, Ramstein und Lingenfeld zurück in die Melanchthonstadt. Nicht zu übersehen und begleitet sowohl von unserem Tross als auch der absichernden Polizei.

Unterwegs und bei den Kundgebungen gilt das Hauptziel der Förderung des Atomwaffenverbots und die Forderung für den deutschen Betritt zu dem historischen Vertrag.

Nach der Umstellung der doomsday clock Ende Januar 2026 auf 85 Sekunden vor Zwölf nehmen wir den Auftrag wahr, uns noch stärker und gemeinschaftlich für Frieden und Abrüstung einzusetzen.

Veranstalter

Friedenswerkstatt Mutlangen
RSC Bretten

Sponsoren

Lokale Partner

Schirmherrschaft

Nico Morast, Oberbürgermeister Bretten
Hagen Zuber, Bürgermeister Zuzenhausen
Dr. Beate Kimmel, Oberbürgermeisterin Kaiserslautern
Markus Kropfreiter, Bürgermeister Lingenfeld

Hier ist noch der Bericht des letztjährigen Marathons:

Nach 341 km Fahrt kamen gut 100 Rennradfahrer am 2. August wohlbehalten und in bester Stimmung kurz nach 21 Uhr in Vaihingen-Horrheim an. Erwartet vom großartigen Team des RSV Vaihingen mit Pizza und Kaltgetränken. Nahezu pünktlich auf die Sekunde. Unfallfrei und bis auf die erste Stunde am Morgen im Regen vom Wetterglück bedacht rollte das kompakte Peloton mit teilweise 120 Teilnehmern durch den Südwesten Deutschlands. Mit einem Schnitt von etwa 28,5 km/h. Bestens und sicher begleitet von der Polizei mit teilweise bis zu 9 Motorrädern und 3 Autos. Ein wahrhaft lebendiges und gelebtes Zeichen für den Frieden und nukleare Abrüstung. Etliche Teilnehmer meldeten sich begeistert zurück. „Herzlichen Dank für die perfekte Vorbereitung und Organisation. Das ist echt eine Meisterleistung.“ 

Am 6. und 9. August 1945 machten die beiden US-amerikanischen Atombomben die beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleich. Mit verheerenden Folgen – bis heute. War der 60. Jahrestag dieser schrecklichen Ereignisse der Grund für die Initiative zum ersten (Pacemakers) Rennradmarathon ging es heuer – 20 Jahre später – mit dem Nuclearban Rennradmarathon darum, den Blick nochmal zu vertiefen. Vaihingen/Enz war Start und Ziel.

Nach einem erneut wunderbar vorbereiteten Frühstück des RSV Vaihingen in der Alten Kelter Horrheim und vor dem nahezu pünklichen Start um 5 Uhr 47 gab OB Uwe Skrzypek den Radlern mit auf den Weg: „Radfahren macht glücklich und Menschen, die glücklich sind, brauchen keinen Krieg.“ In Zuzenhausen wurde der große Zusammenhalt der Gemeinde durch viele helfenden Hände des SV & FC Zuzenhausen sowie der CDU Ortsverband und die Rede von Bürgermeister Hagen Zuber sichtbar. In Mannheim mussten die Verantwortlichen kurzfristig zum Zeughaus umdisponieren und die Versorgung in die eigene Hand nehmen, weil die Stadt sich erstmal seit 2008 nicht in der Lage sah, den Empfang auszurichten. Aus finanziellen Gründen wie es hieß. Was die RednerInnen zu sehr kritischen Worten veranlasste. OB Beate Kimmel in Kaiserslautern nahm zum dritten Mal in Folge an der Aktion teil und war erneut begeistert. „In einer sehr aufgeregten Zeit setzt die Aktion erneut ein deutliches Zeichen für Frieden. Wer so viele Kilometer strampelt setzt Samen aus, die aufgehen werden.“ Der Dekan Richard Hackländer erinnerte bei seinem Segen zur Weiterfahrt daran, dass wir eine große Menschheitsfamilie seien. Der Vorsitzende der FI Westpfalz erinnerte in eindrücklichen Worten sowohl in Kaiserslautern als auch später am Gedenkstein Ramstein, wie wichtig (atomare) Abrüstung ist und wie sichtbar das Militär für die Region sei. Zur Kriegsführung. Der Schrecken der Flugkatastrophe 1988 war auch heuer spürbar. Nach der köstlichen Bewirtung ging es über den höchsten Punkt des Marathon, Johanniskreuz, und viel Rückenwind bis nach Lingenfeld. Auch dort erwartete die Teilnehmer ein tolles Buffet vom örtlichen Radverein.

Ende Januar 2025 wurde die doomsday clock um eine Sekunde näher an Zwölf herangerückt. Die Gefahr eines Weltuntergangs wird durch die Wissenschaftler des Bulletin of the atomic scientists als so hoch beschrieben wie nie zuvor. So erinnerte der Rennradmarathon an die Ereignisse vor achtzig Jahren und bestärkte uns alle, uns noch entschiedener dafür einzusetzen, eine Welt ohne Atomwaffen zu erreichen. Ganz im Sinne der Organisation Nihon Hidankyo. Die Vertretung der Opfer von Hiroshima und Nagasaki hat für ihr Engagement 2024 den Friedensnobelpreis erhalten.

Wir danken allen – Führungsfahrer auf dem Rad, im Begleitteam der Autos oder als Verantwortliche für die jeweiligen Stationen zusammen mit einer Vielzahl helfender Hände, der Polizei und nicht zuletzt allen Radfahrern für diesen großartigen Tag. Eine Rückenstärkung, um im Engagement für Frieden nicht nachzulassen. Frieden ist der Weg!

Bilder in Flickr

SWR Fernsehbericht vom 10. August 2024

x

Unser Spendenkonto

Konto der Friedenswerkstatt:

IBAN: DE60 6145 0050 0800 2684 99
Kreissparkasse Ostalb
Kontonummer: 800 268 499
BLZ: 614 500 50